oblabo - immer derselbe

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Daß es einen Sinn hätte,
eine Bedeutung -
auf die Idee muß man erst einmal kommen!
28.4.14 22:29


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Tragische Umstände

... sind denkbar, unter denen sich das Leben genau so gut unter Gelächter auflösen könnte.

Leg dich ja nicht in die pralle Sonne! Rauch nicht! Investiere in deine Altersvorsorge! - Gut gemeinte Ratschläge haben indes nichts mit Planbarkeit zu tun. Höchstens mit statistischen Wahrscheinlichkeiten.
9.7.10 22:59


Feierabend

Den ganzen Tag Akten gewälzt und geprüft und auf Stand gebracht. Zum Schuß schau ich noch schnell im Dienstzimmer der Kollegen vorbei. Häns schreibt, in einer Ecke, gestresst und gedankenverloren.
"Hab ich es doch in dem ganzen Gewusel heute geschafft, meinen Stift zu verlieren...", und lasse noch schnell meinen Blick schweifen über und unter Papiere, Aktendeckel, Dokumente auf der weiten Arbeitsplatte, die den Schreibtisch darstellen soll. - Häns schreibt und schweigt.
Um ein wenig Spannung aus der Situation heraus zu nehmen, sag ich: "Häns, wenn dich das nicht interessiert, sag einfach gar nichts dazu." Er denkt und schreibt.
Ich sag noch "Ok, Feierabend und Tschö". Häns aber ist in seiner Arbeit und ganz weit weg.
9.7.10 01:14


Who is who

Am 8. Mai ist Ausgabetag für die Christoffel-Briefmarke. Das ist zwar ein witziger Name, nicht wahr - es handelt übrigens sich um den Nachnamen, Pastor Christoffel, Ernst Jakob - und den Mann kennt auch keiner, aber deswegen bekommt er ja auch jetzt eine Briefmarke. Und weil er nachhaltig tätig war in armen Ländern dieser Erde. Ehre, wem Ehre gebührt. Schließlich ist es alles andere als eine Schande, sich auf einer Briefmarke wiederzufinden. Sogar ich wäre unter Umständen bereit...
Der Herr von der Oberpostdirektion meinte nur, ich müsse noch etwas an meinem Lebenswerk arbeiten.

19.4.08 15:10


Wellness für zwei Personen

"Schau mal, dieses Preisausschreiben", sagt die Kollegin in der Frühstückspause: "ein Wochenende für zwei Personen im Wellness-Hotel und 3000 Euro noch dazu. Da mach ich mit für uns beide, was meinst du?"
"So ein Blödsinn, Doris", sag ich, "stell dir doch mal vor, wir beide und ein gemeinsames Wochenende - wozu brauchen wir da noch 3000 Euro?"

Was faselt sie da von Einkaufen... ?
2.4.08 17:37


Unsere Apothekerin klärt auf:

Frauen können immer,
Männer können fast nie.

Frauen können immer,
wollen aber fast nie.

Und das liegt daran, sagt sie,
daß Männer immer dann wollen,
wenn sie können.
1.3.08 11:48


Ein Tässchen Seligkeit

Beste Zeit zum Einkaufen ist ja, wenn am Samstagabend die Sportschau läuft. Lük und ich also diesen Moment abgepaßt und rinn in den Supermarkt. Durch Regalschluchten lustwandelnd unseren bescheidenen Wohlstand genießen, in entspannter Atmosphäre uns inspirieren, verleiten, verführen lassen. Träume zeugen, sie nähren in unserem Innern, sie zur Welt bringen als ihre Verwirklichung im Kaufvertrag. Die Milch von Ziege, von Schaf, die immer nur frisches, saftiges Grün. Eine Ofenfrische, die duftet knusperig vier Jahreszeiten, aus der Tiefkühlung. Die Gemüseecke gibt vergleichsweise wenig her, eben Äpfel, Blumenkohl, Tomaten, Bananen, so manche angedetscht und mit braunen Stellen, brauchen wir heute alles nicht, ich weiß, wir haben zu Hause noch 'ne Gurke liegen. An der Käsetheke tue ich unauffällig, die Tante da steht meiner Lust und Warenneugier skeptisch gegenüber, wir kennen uns schon. Dann in den nächsten Gang eingebogen, denn die Schwiegermama ist leidend, sie hat mir Husten-/Bronchialtee aufgetragen. Und siehe da, die Auswahl ist ja beträchtlich. Kamille und Pfefferminz, Assam und Assuan, Darjeeling, Ostfriese und Schwarzer Krauser, Waldbeeren und -blüten, die Botanik einmal rauf und runter, sogar entcoffeinierten hab ich entdeckt, nur Hustentee ist Fehlanzeige. Dafür stoße ich auf ganz andere Sorten noch, auf "Romeo und Julia" im Rosenbett, hoppla, vielleicht sollte ich den kaufen. Oder der Zauber Südafrikas, mit stolzen Silhouetten im Abendrot. Der Garten der Sinne. Die Sonne des Sultans. Im Serail der Omaijaden. Satans Dornbusch - Brombeere mit Chillis. Entspannungswunder, Harmonie in Geist und Seele. "Und guck mal, der hier ..."
Ich sag zu Lük: "Du, hier bin ich noch nie gewesen, hier bin ich immer nur achtlos vorbeigerannt. Aber ich glaube, wir sind am Mittelpunkt der Welt angekommen. Das übertrifft alles, was ich mir bislang an Verheißung vorgestellt habe. Hier möchte ich nie wieder weg. Hier ist der Ort, wo sich alles vereint. Wo der Himmel sich auftut. Hier bin ich am Ziel meiner Suche angelangt." Noch schaut er zweifelnd auf mich. "Versteh doch, so viel Pizza kannst du gar nicht essen, so viele Camel kann kein Mensch rauchen, und es gibt nicht genug Margarine auf der Welt - all deren Freiheit und Harmonie und Leckerness kommen gegen dieses Paradies nicht auf. Du kannst in Amors Armen gebettet sein, den Erdball bereisen, fremde Kulturen kennenlernen, du kannst zwanzig Jahre Yoga machen, was du willst - das ist alles ein Scheiß gegenüber einer einzigen Tasse Tee. Verstehst du mich?" - "Jetzt habe ich dich verstanden, Vater."
Nur der verflixte Hustentee.., das kann doch nicht möglich sein! Vielleicht haben sie gerade mal wieder umgeräumt, wie damals, als sie alles um und dumm gewühlt hatten, kein Mensch sich mehr auskannte, geschweige denn die Verkäuferinnen, und das auch noch unter dem Motto "Wir machen für Sie, damit Sie alles noch leichter finden". "Wenn nicht hier beim Tee, dann müssen wir eben in der Gesundecke suchen. Da hinten zwischen den Gewürzen und Haarshampoo." "Du meinst, wo die Kondome!" "Genau!"
Und siehe, an bezeichnetem Ort: Blasen-Nieren-Abführ-Tee, Husten und Bronchial, Linderung, Entschlackung und Leberwerte. Gewürztees, Balance, Entspannung, Harmonie - na bitte, das ganze Programm.

Samstagabend halbacht, das ist die Zeit, wo die jungen Leute sich klar machen an der Supermarktkasse für wieder eine geile Nacht, echte Kumpels mit schlanken Oberarmen und in merkwürdigen Sackhosen, mit blassen Blondinen hinterdrein, meist in unpaariger Zahl, erstmal vorglühen mit einer Flasche Bacardi, zwei Litern Cola. So erwartungsgewiß, so ausgelassen schon, so selbstsicher, die würden dir glatt noch vorprahlen, was voll das Leben ist, Alter.
"Die", sag ich zu Lük, "die haben noch gar nichts begriffen!"
24.2.08 21:15


Über Nasen

Ich hab es nie gewußt,
aber ich mag es, mal an der Nase gestupst zu werden,
Musik hörend, mit geschlossenen Augen.

Naseweis, hmm... Nase rot, die Augen geschwollen? Schnell vergessen! Nase feucht ist gesund. Nase tropfend nicht so sehr. Naseband und Spusi...! Nase warm, Nase kalt. Im ICE von Stuttgart riechen, wer nebenher mitfährt...
8.2.08 00:18


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